Voraussetzungen Mensch und Hund Ausbildungsinhalte

ALLGEMEINES VORWEG

Wir möchten Sie auf einige Dinge hinweisen, bevor Sie sich für eine Therapiebegleithunde-Ausbildung entscheiden:

Im Interesse Ihres Hundes und auch in Ihrem eigenen, sollten sie sich kritisch und ehrlich mit diesem Thema auseinandersetzen.
Die Arbeit im Bereich der Tiergestützten Therapie ist ein Ehrenamt, mit dem kein oder nur sehr wenig Geld zu verdienen ist - sie sollte kostenlos oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung durchgeführt werden.

Wir halten übermäßig hohe Ausbildungs-Kosten für unnötig, denn sie werden sicher an die Personen, die die Tiergestützte Therapie in Anspruch nehmen möchten, weitergegeben.
Da Sie später mit alten, kranken oder behinderten Menschen und Ihren Angehörigen zu tun haben werden, die meist über sehr wenig finanzielle Mittel verfügen, sollten Sie diese Notlage nicht ausnutzen!
CLT e.V. distanziert sich daher ausdrücklich von der gewerblichen Therapiebegleithunde-Ausbildung denen nur die finanzielle Seite wichtig ist, nicht aber das Wohlergehen von Mensch und Tier.

Leider gibt es immer mehr gewerbliche Hundeschulen, die diese Ausbildung anbieten, oft ohne eine Qualifiaktion nachweisen zu können und mit der Aussage sie hätten doch einen ausgebildeten Therapiehund.

Unser Trainer-Stab arbeitet nur mit qualifizierten Fachkräften aus den Bereichen Human- & Veterinärmedizin, Sonder- und Heilpädagogik; Behindertenpädagogik, Gesundheitswesen und verschiedenen Therapiebereichen, sowie verschiedenen Gesundheits- und Rehabilitationseinrichtungen zusammen. Weitere Information zu unserem Trainerstab finden Sie oben unter dem Link "Team"

Seit Juli 2009 sind wir auch Mitglied von Assistance Dogs Europe, dem europäischen Dachverband für das Assistenzhundewesen.

Die Ausbildung zum Therapiebegleithunde-Team

Achten Sie auf die qualifizierte Ausbildung Ihrer Trainer; optimalerweise hat Ihr Trainer mehrjährige praktische Erfahrung in der Tiergestützten Therapie oder noch besser ist Fachkraft für Tiergestützte Therapie.
Scheuen Sie sich nicht, nach der Qualifikation zu fragen, eine renommierte Einrichtung wird Ihnen diese gern zur Verfügung stellen.
Von verschiedenen Ausbildern wird inzwischen ohne Qualifikation auch der Titel "Fachkraft für Tiergestützte Therapie" geführt.
"Fachkraft für Tiergestützte Therapie" darf sich nur die Person nennen, die eine 1-2 jährige Ausbildung an einer qualifizierten Einrichtung vorweisen kann.

Hohe Kursgebühren oder eine unzureichende Ausbildung führen in der Folge nur dazu, dass die Hunde unter Umständen später im Dauereinsatz arbeiten müssen, damit sich der finanzielle Aufwand für die Hundehalter lohnt und das Ergebnis kann dann ein gestresstes, krankes oder gar aggressives Tier sein.
Möchten Sie das Ihrem Tier antun? Wir hoffen nicht!

Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Hund sie höchstens 2-mal in der Woche für ein bis zwei Stunden, aktiv in ihrer Arbeit unterstützen kann bzw. Besuchdienste absolvieren sollte.

Unsere Hunde sind nur begrenzt belastbar und können nur gut arbeiten, wenn auch sie die Möglichkeit erhalten, erlebtes gut zu verarbeiten und nicht als Hilfsmittel benutzt werden.
Daher müssen wir den Hund als Partner für den Menschen und nur als Co-Therapeuten wahrnehmen, der selbst Emotionen beim Menschen wahrnimmt und darauf reagiert und selbst auch Emotionen erlebt.

Haben Sie noch Fragen? Sie dürfen Sie uns gerne kontaktieren.
Das Trainer-Team und der Vorstand

* Die Einsatzbereiche der Tiergestützten Intervention *

Therapiebegleithund (Tiergestützte Therapie)
Ein Therapiebegleithunde-Team besteht aus einem speziell geschulten Hund und einem Halter. Der Halter ist entweder selbst Therapeut einer Fachrichtung (Ergo-, Logo-, Physiotherapeut) und setzt den Hund als "Co-Theapeut" im Rahmen seiner Berufstätigkeit einer oder ein Team begleitet einen Klienten nach Absprache mit dem Therapeuten in der Therapie und unterstützt so das Erreichen des Therapiezieles.
Therapeuten mit Hund können auch Familien oder Einzelpersonen betreuen und so andere Therapien unterstützen oder Entwicklungsrückstände vermindern helfen.


Besuchshund (Tiergestützte Aktivitäten)
Ein Besuchshunde-Team besteht aus einem speziell geschulten Hund der gemeinsam mit seinem Halter regelmäßig verschiedene soziale Einrichtungen besucht.
Dies können Senioreneinrichtungen, Behinderteneinrichtungen, Kinderheime und so weiter sein. Unsere Ausbildung ermöglicht es dem sozial engagierten Halter sich effektiv auf seine Besuche vorzubereiten und somit den Alltag "seiner" Klienten zu bereichern, Lebensqualität zu erhöhen

Schulhund (Tiergestützte Pädagogik)
Ein Schulhund gehört einer Lehrkraft. Der Hund wird entweder dauerhaft in einer einzigen Klasse eingesetzt und ist dann praktisch "Klassenmitglied" oder begleitet die Lehrkraft im Unterricht verschiedener Klassen.
Ein Schulhund "wohnt" nicht in der Schule, sondern hat immer Familienanschluss.
Der gezielte Einsatz eines Hundes senkt das Aggressionspotential; aktiviert soziale Fähigkeiten, sorgt für mehr
(Eigen-)Verantwortung und verbessert die Lernbereitschaft.
Bei Fragen vermitteln wir Ihnen gern Kontakte zu unseren aktiven Teams, die sie vor Einsatz eines Hundes beraten können.


* Was bewirkt die Anwesenheit eines Hundes? *

Tiere - insbesondere geschulte Therapiebegleithunde - fördern durch ihre Anwesenheit Kommunikationsbereitschaft, Lernvermögen, Empathie und Eigen-Motivation; sie tragen bei zum Abbau negativer Spannungen, Stress, Angst und Unsicherheit; sie wirken entspannend und beruhigend auf ihre Umgebung; sie helfen Selbstsicherheit aufzubauen und Akzeptanz sich selbst und anderen gegenüber. Er vermittelt jedem Menschen das Gefühl körperlicher Nähe und Geborgenheit und trägt so zu einer Verbesserung der Lebensqualität bei. Der Hund wirkt als Katalysator und Co-Therapeut.

ist als gemeinnützig anerkannt und stellt das ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder sowie den Tierschutz-Gedanken in den Mittelpunkt seiner Therapiebegleithunde-Ausbildung. Deshalb bemühen wir uns die Kurse - insbesondere die Kosten für unsere Dozenten - über Spenden zu finanzieren, die Kursgebühren so gering wie möglich zu halten und die Ausbildung dabei trotz allem an Wert und Qualität gewinnt. Wir verfügen über mehrere MitarbeiterInnen, die eine Akademische Ausbildung als "Fachkraft für Tiergestützte Therapie und Fördermaßnahmen" haben.

Unsere Arbeit basiert auf den Arbeit und Erfahrung der Organisationen

"People, Animal, Nature " (USA)
"Tiere helfen Leben e.V." (Österreich)
"Tiere als Therapie" (Österreich)


Die Ausbildung bei Canis Lupus Therapeuticus e.V

Wir bilden Hunde für alle Einsatzbereiche aus. Unsere Ausbildung ist in Theorie und Praxis weit gefächert, um unsere Teams auf verschiedene Einsatzmöglichkeiten vorzubereiten. Praktische Übungen aus verschiedenen Bereichen ermöglichen es dem Hund auch in ihm unbekannten Situationen gelassen zu bleiben. Der Hund bleibt dabei auch stets alltagstauglich.

Die Ausbildung umfasst zurzeit rund 120 Stunden aufgeteilt in Praktische Übungseinheiten mit Hund, Seminare und Vorträge zu den theoretischen Grundlagen der Tiergestützten Therapie sowie Exkursionen.
Die Kosten des Kurses (9 Wochenenden) variieren je nach Spendeneingang; die Kursgebühren dienen lediglich zur Kostendeckung. Derzeit beträgt die Kursgebühr 850,- €.

Wir trennen unsere Teilnehmer nicht in die "Fachrichtungen" Besuchsdienst, Therapiebegleithund und Schulhund, denn uns sind alle Teams gleich wichtig und jedes Team hat bei uns ein Recht auf die gleiche qualifizierte Vorbereitung. Zudem ist Ihnen mit einer breitgefächerten Ausbildung jederzeit ein Wechsel der Einrichtung oder Zielgruppe möglich.

Unsere Ausbildung bereitet Sie und Ihren Hund auf Ihre zukünftigen Aufgaben vor. Ihr Hund wird von uns durch spezielle Übungen auf ungewöhnliche optische Reize, Umgebungen, Geräusche, Personen mit ungewöhnlichen Bewegungsmustern, Gehhilfen, etc. vorbereitet.
Ihr Hund lernt zudem, sich auch ungeschickter oder grober berühren zu lassen.
Das neutrale Verhalten in der Öffentlichkeit (in Bus, Bahn, Aufzügen, bei Besuchen in Lokalen, Cafès oder das Verhalten in Menschenmassen (z.B. beim Weihnachtseinkauf) wird ebenfalls geschult.

Ziel ist es, das Stressniveau Ihres Hundes soweit zu senken, dass Ihr Hund und auch Sie in jeder Situation gelassen bleiben und den Überblick behalten.
Neben der Ausbildung Ihres Hundes bieten wir Ihnen auch Seminare aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Tier- und Human-Medizin u.v.m. um Sie mit dem nötigen Wissen für Ihren individuellen Einsatzbereich auszustatten.
Sie lernen den Umgang mit Hilfsmitteln, den korrekten Umgang mit den Menschen, die Sie besuchen; außerdem vermitteln wir Ihnen, wie Sie richtig im Team arbeiten und wie Sie mit Stress richtig umgehen lernen.
Wir werden den Verlauf Ihrer Ausbildung Ihren Neigungen und Vorlieben entsprechend ausrichten.

Am Ende der Ausbildung findet eine praktische Prüfung für Ihren Hund und eine theoretische Prüfung für Sie statt. Neu ist eine praktische Prüfung im Einsatz, bei der unser Team die Zusammenarbeit zwischen Ihnen, ihrem Hund und dem / den Klienten überprüft. Nach bestandener Prüfung erhalten Sie von uns ein Zertifikat, das Sie als Therapie-Team ausweist.

Die Mitgliedschaft bei Canis Lupus Therapeuticus e.V. umfasst auch Nachprüfungen, um die weitere Eignung Ihres Hundes sicherzustellen.
Bei Fragen und Problemen stehen Ihnen unsere Ausbilder auch nach dem Ausbildungs-Kurs unterstützend zur Seite.

Die Ausbildung zur "Fachkraft für Tiergestützte Therapie"
Immer mehr Menschen interessieren sich für eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich.
Anerkannte und erfolgreiche Ausbildungsstellen für die Ausbildung zur "Fachkraft für Tiergestützte Therapie sind z.B.

das "Institut für Soziales Lernen mit Tieren" in der Nähe von Hannover
I.E.T. - "Institut für angewandte Ethologie & Tierpsychologie" in Zürich / CH
die Ausbildung von "Tiere als Therapie" an der Veterinärmedizinischen Universität, Wien.


Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich für unsere Ausbildung entscheiden würden.

Rechtshinweis:

Die Teilnahme an den Seminaren und an der Ausbildung von Canis Lupus Therapeuticus e.V.verpflichtet zur Verschwiegenheit. Die Weitergabe von Ausbildungsmaterial und Kursinhalte an Dritte ist nicht gestattet.

Ausbildungsunterlagen, Hilfsmittel, etc. dienen allein zum Erreichen des Ausbildungszieles und müssen bei vorzeitiger Beendigung der Ausbildung bzw. bei unzureichender Tätigkeit zurückgegeben werden.